Flüchtlingsunterkunft: Weichel informiert

Oberbürgermeister Klaus Weichel informiert am Freitag, 20. Februar, über die Pläne der Stadt, das frühere Kreiswehrersatzamt zu einer Flüchtlingsunterkunft werden zu lassen. Weichel lädt alle Bürger aus dem Viertel, in dem das ehemalige Kreiswehrersatzamt liegt, zu einer Teilbürgerversammlung ein. Sie findet um 18 Uhr im Hörsaal C3 auf dem Campus der Hochschule an der Morlauterer Straße statt. Der Hörsaal C3 ist über das Gebäude B zu erreichen. Darüber hinaus wird am 18. März, 19 Uhr, eine Versammlung für alle Bürger zum Thema Flüchtlingsunterkünfte in der Fruchthalle stattfinden. (red)

 

Quelle:Die Rheinpfalz – Pfälzische Volkszeitung – Nr. 42
Datum: Donnerstag, 19. Februar 2015
Seite: 14

Diskussionsrunde: Asylunterkunft

Eine Diskussionsrunde mit Oberbürgermeister Klaus Weichel zum Thema Unterbringung von Flüchtlingen im ehemaligen Kreiswehrersatzamt findet für die Anwohner aus diesem Bereich am Freitag, 20. Februar, um 18 Uhr im Hörsaal C3 der Hochschule (Campus Morlauterer Straße) statt.

Kaiserslautern erwartet eine jährliche Zuweisung von etwa 600 Flüchtlingen. Um diese adäquat versorgen und unterbringen zu können, plant die Stadt, verschiedene Standorte als Flüchtlingsunterkunft einzurichten. Um die Anwohner rund um den Standort Kreiswehrersatzamt zu informieren, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und offene Fragen zu klären, lädt Oberbürgermeister Klaus Weichel alle interessierten Bürger aus diesem Viertel zu einer Teilbürgerversammlung ein. Darüber hinaus wird am Mittwoch, 18. März, um 19 Uhr eine Versammlung für alle Bürger Kaiserslauterns in der Fruchthalle stattfinden. (red)

Quelle: Die Rheinpfalz – Marktplatz Regional Kaiserslautern City – Nr. 41
Datum: Mittwoch, den 18. Februar 2015
Seite: 701

Flüchtlingsheim unter Auflagen

Erzhütten/Wiesenthalerhof: Ortsbeirat votiert für Nutzung des Diabeteszentrums Bürger-Büsing-Haus

Für einen gemeinsamen Antrag von CDU und SPD, das Diabeteszentrum Bürger-Büsing-Heim unter bestimmten Auflagen als Gemeinschaftsunterkunft von Flüchtlingen zu nutzen, hat der Ortsbeirat Erzhütten/Wiesenthalerhof bei seiner Sitzung am Mittwochabend mit einer Enthaltung votiert. Eingangs skizzierte Ortsvorsteher Thorsten Peermann die Stationen der Nutzung der Einrichtung, die seit 40 Jahren ihren Standort in Erzhütten hat.

Als Bedingungen für die Nutzung der Immobilie führten Heike Bretz (CDU) und Frank Dietrich (SPD) in ihrem Antrag folgende Punkte auf: Aufnahmekapazität nicht mehr als drei Prozent zur Wohnbevölkerung im Ortsbezirk, kein Aufstellen von Containern für die Flüchtlinge, im Falle eines Ankaufs des Anwesens soll die Verwaltung unmittelbar in die bauleitplanerische Vorbereitung zur Nachnutzung des Areals als Wohngebiet einsteigen. Des Weiteren wurde die Verwaltung aufgefordert, für die Unterbringung von Asylbewerbern eine ordnungsgemäße sachliche und fachliche Betreuung der Flüchtlinge vor Ort sicherzustellen, ebenso eine 24-Stundenbetreuung des Gebäudes durch einen Hausmeister.

„Nur unter Berücksichtigung dieses gesellschaftspolitischen Rahmens können wir dem sozialen Frieden im Umfeld und der Integration der Flüchtlinge und den Einzelschicksalen eine faire Chance geben“, heißt es in dem gemeinsamen Antrag von CDU und SPD.

Zuvor erläuterte Günter Andes, der Leiter des Sozialreferats, die Flüchtlingssituation, vor die sich die Stadt Kaiserslautern gestellt sieht. Angesichts stark ansteigender Flüchtlingszahlen, die sich noch in diesem Jahr auf 600 Asylbewerber verdoppeln werden, reichten die vorhandenen Unterbringungsmöglichkeiten im Asternweg nicht aus.

„Wir sind nicht in der Lage, auf geeigneten Wohnraum zu verzichten“, verwies Andes auf eine Reihe von Gemeinschaftsunterkünften, die Oberbürgermeister Klaus Weichel ins Gespräch gebracht hatte: die Wohnanlage 1 bis 7 an der Alten Brücke, Wohnhäuser der Bau AG um den Verbrauchermarkt Kaufland, das frühere Kreiswehrersatzamt, das ehemalige Dorint-Hotel, ein Containerstandort und das Diabeteszentrum in Erzhütten.

Das Diabeteszentrum sei der Bauverwaltung von der Eigentümerin zur Verwertung beziehungsweise zum Kauf angeboten worden. Es sei beabsichtigt, dass die Stiftung Bürgerhospital für die Immobilie ein Nutzungskonzept erstelle und sie ab April für zwei Jahre anmietet.

Eine gute Betreuung der Asylbewerber, wie sie im Asternweg vom Arbeits- und Sozialpädagogischen Zentrum (ASZ) mit großem Erfolg praktiziert werde, soll auch den maximal 80 Flüchtlingen im Diabeteszentrum zuteil werden, sagte Andes. Auch wenn eine dezentrale Unterbringung wünschenswert wäre, biete eine zunächst zentrale Erstaufnahme mit einer Sozialbetreuung, wie sie im Asternweg durchgeführt wird, die bessere Chance zur Integration.

Nach Anerkennung des Asylverfahrens, das sechs Monate dauern kann, werde den Flüchtlingen bei der Anmietung von eigenen Wohnungen geholfen, so Andes. Das Jobcenter übernehme eine Mietgarantie. Den Flüchtlingen liege daran, die deutsche Sprache zu erlernen. Auch wollten die Leute beschäftigt sein, verwies der städtische Referatsleiter auf Ein-Euro-Jobs als sozialpädagogische Maßnahme.

Bedenken, die Sebastian Stab (CDU) beschäftigen, wie Lärmemission (80 neue Nachbarn), Nahversorgung, die Situation von Hygiene und Hauswirtschaft sowie die Integration in Kindertagesstätte und Schule, hielt Andes ein normales menschliches Verhalten der Flüchtlinge und eine gute sozialpädagogische Betreuung entgegen. Der Oberbürgermeister habe die Flüchtlingspolitik zur Chefsache erklärt und eigens dazu eine Koordinierungsstelle eingerichtet.

Alexander Pongracz von dieser Stelle erklärte dazu, dass es Weichel wichtig sei, die Bürger bei der Belegung von Gebäuden mit Flüchtlingen mitzunehmen und die Situation in der Balance zu halten.

Petra Janson-Peermann (SPD) schlug in der Sitzung vor, einen „Arbeitskreis Hütte“ zu bilden, um den Flüchtlingen besser helfen zu können. (jsw)

 

Quelle: Die Rheinpfalz – Pfälzische Volkszeitung – Nr. 37
Datum: Freitag, 13. Februar 2015
Seite: 14

Gestern Abend: Weichel informiert Anwohner

Oberbürgermeister Klaus Weichel hat gestern Abend gut 200 Anwohner über die Pläne informiert, wie das frühere Kreiswehrersatzamt zur Flüchtlingsunterkunft umgestaltet wird. Es soll im dritten Quartal des Jahres bezugsfertig sein. Gleichzeitig verwies Weichel darauf, das weitere Unterkünfte benötigt werden. Das Gebäude des früheren Diabetiker-Zentrums in Erzhütten werde die Stadt anmieten, über die Nutzung des früheren Dorint-Hotels liefen Gespräche. Bei der gestrigen Veranstaltung in der Hochschule Kaiserslautern an der Morlauterer Straße erläuterten Willi Schattner, Leiter des Arbeits- und Sozialpädagogischen Zentrums, Gisela Fixemer-Reiland vom Netzwerk Migration und Integration, Detlev Besier, Leiter des Arbeitskreises Toleranz und Integration in Kaiserslautern, und Pfarrer Andreas Keller die Konzepte zur Betreuung der Flüchtlinge und lobten das ehrenamtliche und christliche Engagement vieler Helfer. Die Autorin Madeleine Giese schilderte ein Flüchtlingsschicksal. (dür)

 

Quelle: Die Rheinpfalz – Pfälzische Volkszeitung – Nr. 44
Datum: Samstag, 21. Februar 2015
Seite: 17