Neues Universitätsstipendium für Flüchtlinge

Die Walter Blüchert Stiftung, die Deutsche Universitätsstiftung sowie die Otto Benecke Stiftung e.V. haben ein spezielles Master-Stipendium ins Leben gerufen, das es Flüchtlingen, die bereits über einen Hochschulabschluss verfügen, erleichtern soll, einen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu finden.

 

Nähere Informationen finden Sie direkt auf der Seite der Otto Benecke Stiftung e.V..

Teilbürgerversammlung zum Thema Rosel-Bürger-Büsing-Haus

Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel informiert zur geplanten Flüchtlingsunterkunft und lädt Anwohner aus dem Stadtteil Erzhütten/Wiesenthalerhof herzlich ein.  

Das ehemalige Diabetikerzentrum im Rosel-Bürger-Büsing-Haus soll Flüchtlingsunterkunft werden. Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel lädt am 13. Mai 2015, 18:30 Uhr, alle Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils ins Protestantische Gemeindehaus ein, um über die Gesamtthematik zu informieren, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und offene Fragen zu klären. Es sind ein Vortrag und eine Podiumsdiskussion mit Gästen (Thorsten Peermann / Ortsvorsteher; Willi Schattner / ASZ und Gisela Fixemer-Reiland / Netzwerk Migation und Integration) geplant, im Anschluss ist offener Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern möglich.

Das Gemeindehaus liegt direkt neben der Kirche in der Erzhütterstr. 68 A.

Baumpflegearbeiten auf dem Gelände des Kreiswehrersatzamtes

Maßnahmen dienen der Verkehrssicherung

 

Ab Mittwoch, dem 29. April 2015, werden auf dem Gelände des ehemaligen Kreiswehrersatzamtes beziehungsweise der Villa Ritter durch das Referat Grünflächen notwendige Baumpflegemaßnahmen an einem Teil der Bäume zur Verkehrssicherung (Totholzbeseitigung, Kronenpflege) durchgeführt. Die Maßnahme dauert je nach Wetterlage ungefähr eine Woche.
Die Stadt Kaiserslautern hat das Gebäude kostenfrei angemietet, zum Zwecke der Nutzung als Flüchtlingsunterkunft. Im Rahmen dieser Mietvereinbarung ist die Stadt verpflichtet, auch das Außengelände zu schützen und zu pflegen.

Fairness-Kaufhaus Kaiserslautern wird Radgeber

Das soziale Kaufhaus „fairness“ in der Beethovenstraße beteiligt sich an der Aktion „Werde Radgeber“ von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Stadt Kaiserslautern unterstützt das Vorhaben im Rahmen des Ökoprogramms.

Zur Verbesserung der Lebensqualität der in Kaiserslautern untergebrachten Flüchtlinge hat BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Aktion „Werde Radgeber“ ins Leben gerufen. Fahrräder, die nicht mehr gebraucht werden, werden an Flüchtlinge weitergeleitet, die in ihrer Mobilität oft eingeschränkt sind. Doch nur wer mobil ist, kann am gesellschaftlichen Leben auch wirklich teilhaben.

Ab dem 24. April richtet das fairness-Kaufhaus dazu eine Annahme und Abgabestelle ein, an welcher ausgediente aber noch verkehrstüchtige Fahrräder abgegeben und von AsylbewerberInnen mit entsprechenden Ausweisdokumenten abgeholt werden können.

Unterstützt wird das fairness-Kaufhaus von der Stadt Kaiserslautern im Rahmen des Ökoprogramms. Damit das Vorhaben erfolgreich wird, ist die Bevölkerung dazu aufgerufen, Fahrräder zu spenden. Diese können während der Öffnungszeiten (Mo.+Mi.+Do. 10-18Uhr, Di.+Fr.+Sa. 10-14 Uhr) im fairness-Kaufhaus Kaiserslautern, Beethovenstr. 56 abgegeben werden.

Pressekontakt:
Lebenswerk eG
Herr Joachim Geimer
Tel: 0631 624 893 58
E-Mail: joachim.geimer@lebenswerk-eg.de

Plakatkampagne „Willkommen in KL“ seit dieser Woche in der Stadt zu sehen

Die Plakatkampagne „Willkommen in Kaiserslautern ­– Den Flüchtlingen ein Gesicht geben“ ist seit dieser Woche überall in der Stadt zu sehen. „Es geht darum, Aufmerksamkeit zu erregen“, so Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel am Dienstag Abend bei der kleinen Eröffnungsfeier an der Bushaltestelle in der Fruchthallstraße, wo die Plakate ebenfalls aufgehängt wurden. „Die Fotos sollen klare Signale dafür sein, dass Flüchtlinge in Kaiserslautern willkommen sind“, so das Stadtoberhaupt. Weichel bedankte sich ausdrücklich beim Initiator der Kampagne, dem Fotografen Thomas Brenner, der in ehrenamtlicher Arbeit nicht nur die Fotos beigesteuert, sondern sich auch um die Gestaltung der Plakate sowie das ganze organisatorische Drumherum gekümmert habe. Mitorganisiert wurde die Kampagne von der neugegründeten Stabsstelle Asyl der Stadtverwaltung. „Das sind wirklich tolle Aufnahmen geworden. Meinen allergrößten Dank dafür“, so der OB.

Weichel erläuterte kurz nochmals das Konzept der dreiteiligen Fotokampagne. „Es handelt sich eigentlich um zwei Plakatkampagnen sowie eine Postkartenaktion.“ Für die erste Plakatkampagne, die nun seit gestern in der Stadt zu sehen ist, porträtierte Brenner in den vergangenen Monaten zahlreiche Flüchtlinge, die hier in Kaiserslautern eine Unterkunft gefunden haben. Diese Fotos wurden auf Plakate gedruckt, zusammen mit den Vornamen der Porträtierten sowie einer kurzen Info zu ihrer Herkunft und den Gründen der Flucht. „Sie sollen die Schicksale aufzeigen, die die Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat bewogen haben“, so Weichel. In den betroffenen Gebieten sei Flucht ein Thema, das die gesamte Gesellschaft betreffe, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Ausbildungsstand. „Die Flüchtlinge, die hier ankommen, spiegeln eine große Bandbreite wider und genau diese möchten wir mit den Fotos aufzeigen.“

Die so entstandenen Plakate sind ab sofort auch an verschiedenen Stellen in der Stadt in Form von Postkarten erhältlich. Mithilfe der bereits frankierten Postkarten („Porto zahlt Empfänger“) können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sich direkt mit guten Wünschen und konkreten Hilfsangeboten an die porträtierten Flüchtlinge wenden. Die Postkarten landen allerdings bei der Stabsstelle Asyl, von wo aus sie weitergeleitet werden. „Wir freuen uns über alle Angebote, egal ob Sachspende, Wohnraumvermittlung oder ehrenamtliche Tätigkeiten“, so der OB.

Von einem „Projekt mit Pilotcharakter“ sprach auch Christoph Dammann, der Leiter des Referats Kultur der Stadt Kaiserslautern. „Die Kampagne ist das Ergebnis einer wunderbaren Zusammenarbeit von Künstler und Stadt“, so Dammann. Er erinnerte an die Fluchtschicksale, die viele Deutsche nach dem zweiten Weltkrieg erleben mussten. „Solche Schicksale können jeden von uns treffen.“ Es sei daher umso wichtiger, dass die Plakate und Postkarten dies vermittelten.

Christoph Dammann ist zugleich einer der Protagonisten der zweiten Plakatkampagne, die sich Thomas Brenner ausgedacht hat. Um „deutlich sichtbare Zeichen der Hilfsbereitschaft und Toleranz“ zu setzen, hält der Fotograf derzeit Menschen des öffentlichen Lebens aus Kaiserslautern mit der Kamera fest. „Ich möchte ganz konkrete Personen des öffentlichen Lebens darstellen, die mit einem offenen Bekenntnis deutlich machen, dass sie Asylsuchende in unserer Stadt willkommen heißen. Das jeweilige Statement wird dann direkt auf das Plakat gedruckt.“ Zum Mitmachen aufgerufen seien alle Geschäftsinhaber in Kaiserslautern, ebenso aber Ärzte, Anwälte oder Restaurantbesitzer. Die bisherige Resonanz sei sehr positiv. „Angedacht ist, dass die Teilnehmer die Plakate in ihrem Laden oder im Schaufenster platzieren“, so der Fotograf. Jeder Teilnehmer erhalte zwei DINA3-große Plakate zur freien Verfügung. Die Teilnahme selbst sei völlig kostenlos, erläutert der Fotograf: „Die Geschäftsleute benötigen lediglich den Mut, sich öffentlich für Flüchtlinge zu bekennen – dennoch freuen wir uns über jede Spende.“

Die Texte und Plakate beider Kampagnen werden von einem Profitexter sowie einem Grafiker unentgeltlich erstellt, die eigentlichen Fotoarbeiten ebenso unentgeltlich von Brenner selbst. Den Druck der Plakate übernehme, so erklärt Brenner, die Firma Brohl, finanziert aus Spenden und Mitteln aus dem Integrationskonzept der Stadtverwaltung.

Frühlingsfest beim Deutsch-Iranischen Kulturverein Kaiserslautern e.V.

Fruehlingsfest-2Gelebte kulturelle Vielfalt auf dem Norouzfest

Auf einem gelungenen Norouzfest auf Einladung des Deutsch-Iranischen Kulturvereins Kaiserslautern e.V. feierten viele Menschen gemeinsam den Frühlingsbeginn in unserer Stadt. Auch Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel war zu Gast und freute sich am Rahmenprogramm, das geboten wurde. „Ich freue mich, dass kulturelle Vielfalt auf diese Weise in Kaiserslautern aktiv gelebt wird. Das ist eine Bereicherung für die Stadtgesellschaft“, so das Stadtoberhaupt.
Norouz ist übrigens das schönste und größte iranische Fest. Es geht auf den persischen Propheten und Religionsstifter Zarathustra zurück und ist bereits über 3000 Jahre alt. Der Frühlingsanfang ist zugleich der Beginn des iranischen Kalenderjahres und wird in vielen Ländern gefeiert.
Der Deutsch-Iranische Verein ist auch im Internet zu finden unter www.divkl.de

 

Großes bürgerschaftliches Engagement für Flüchtlinge in Siegelbach

„Eine breite Hilfskultur direkt vor Ort“

Heute sind die Zahlwörter dran: Diplomübersetzerin Bärbel Stemler erklärt.

Siegelbach. „Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig“. In der Stadtteilbibliothek Siegelbach geht es heute um Zahlen. „Vierundzwanzig, fünfundzwanzig“, zählt Bärbel Stemler weiter. Vor der Diplomübersetzerin sitzt eine kleine Gruppe von sechs jungen Männern. „Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig“, kommt die prompte Wiederholung. Solche einfachen Zahlwörter sind längst kein großes Problem mehr für die Sechs.

Zusammen mit vier Bekannten, Brunhilde Schröder, Claudia Burmeister sowie Helma und Manfred Henrich, gibt Stemler elf Flüchtlingen aus Syrien, die seit November in Siegelbach eine Unterkunft gefunden haben, Deutschunterricht. Zweimal pro Woche 90 Minuten. „Am Anfang war die Verständigung schon schwierig“, so Stemler. „Mit einer Ausnahme sprachen die jungen Männer kein Wort Deutsch, und auch nicht alle Englisch.“
Die Unterrichtssprache ist dennoch bis heute vor allem Englisch.

„Und Zeichensprache“, wie Helma Henrich schmunzelnd ergänzt. Um alle zu erreichen, habe man die Gruppe in zwei Kurse aufgeteilt. „Die, die Englisch können, übersetzen dann den Anderen notfalls ins Arabische. Sie helfen sich alle gegenseitig“, erklärt die ehemalige Grundschullehrerin. Inzwischen klappt aber auch die Verständigung direkt auf Deutsch immer besser. „Das sind gut ausgebildete Leute“, erklärt Stemler, „darunter zum Beispiel ein Arzt und ein Lehrer.“

n der Stadtteilbibliothek in Siegelbach bekommen Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien zweimal in der Woche Sprachunterricht.

Ortsvorsteher Gerd Hach ist stolz auf das große Engagement für Flüchtlinge, das sich in Siegelbach seit der Ankunft der elf Syrer aus ihrer vom Bürgerkrieg zerrütteten Heimat gebildet hat. „Wir versuchen alles über kurze Wege direkt hier im Ort zu regeln, und das funktioniert wunderbar“, so Hach. Nur durch Mundpropaganda habe man im ganzen Ort Sachspenden für die neuen Nachbarn organisiert. „Stühle, Kleider, Bettwäsche oder Geschirr.“ Wenn trotzdem etwas fehlt, wird es von Hach selbst organisiert, so etwa ein Satellitenreceiver oder das Flipboard, das seit wenigen Wochen in der Deutschstunde als Tafel dient. Doch die Siegelbacher helfen nicht nur mit Spenden. „Wir helfen den Leuten auch bei allen möglichen alltäglichen Dingen im Alltag“, so Stemler. Das reicht von der Mitfahrgelegenheit zum Getränkehändler bis hin zu Dolmetscherdiensten – dasEngagement ist groß.

Die Initiative der fünf ehrenamtlichen Deutschlehrer, sich für die elf Flüchtlinge aus Syrien zu engagieren, sei ursprünglich von Brunhilde Schröder ausgegangen, verweist Bärbel Stemler auf ihre Freundin. „Das stimmt“, schmunzelt diese. „Es fing mit einem Korb Brezeln an. Damit sind wir eines Tages einfach mal zu ihnen rübergegangen.“ Aus diesem ersten Kennenlernen haben sich inzwischen nicht nur die Deutschkurse, sondern längst Freundschaften entwickelt. Und auch für die Brezeln gab es bereits Revanche: „Schon nach der zweiten Unterrichtsstunde haben uns die Elf zu einem selbstgekochten, echten syrischen Mittagessen eingeladen“, erzählt Stemler. „Ein fantastisches Essen und ein fantastischer Nachmittag.“