real,- unterstützt Flüchtlingsarbeit der Stadt – Große Spendenaktion im Markt im Pfalz Center

Anlässlich der baldigen Eröffnung der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Diabetikerzentrum in der Hahnbrunnerstraße hat sich das Team des real,- Marktes im Pfalz Center eine tolle Aktion ausgedacht: Mit einer großen Spendenaktion will real,- die Einrichtung eines Spielzimmers für Kinder unterstützen.
Sach- und Geldspenden können bereits seit einigen Tagen vor Ort abgegeben werden, das Highlight der Aktion wird jedoch am Samstag, dem 6. Juni, zwischen 9 und 16 Uhr, im Eingangsbereich des Marktes stattfinden. Um Geld für das Spielzimmer zu akquirieren, werden die Mitarbeiter des real,- Marktes dort selbstgebackenen Kuchen verkaufen und einen Bücherflohmarkt anbieten.
Von 10 bis 11:30 Uhr wird Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel alle Kunden bei real,- an der Mannheimer-Straße im Kassenbereich bedienen. Alle Kunden sind herzlich eingeladen, den Kassiervorgang bei Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel vorzunehmen, denn real,- Geschäftsleiterin Heike Hohlfeld spendet die Kasseneinnahmen des Oberbürgermeisters bis zu einer Gesamthöhe von 1.500 Euro  an das Arbeits- und sozialpädagogische Zentrum.
Darüber hinaus können sich die Kunden über einen zusätzlichen Service freuen. Am Kassenbereich packen die Schüler und Schülerinnen der Goetheschule die Einkaufstaschen für die Kunden. Der Service ist für alle Kunden kostenlos, die Schüler freuen sich jedoch über einen kleinen Obolus zugunsten des ASZ. Das ASZ, das an den bisherigen Standorten und auch im Diabetikerzentrum die Betreuung der Flüchtlinge übernimmt, wird mit einem Infostand vor Ort sein, an dem sich alle Interessierten informieren und mit Helfern und Betreuern ins Gespräch kommen können.

Mit den besten Wünschen an die Flüchtlinge

Erstes Kontingent an Postkarten der Plakataktion „Willkommen in Kaiserslautern“ ging zurück an die Protagonisten

„Liebe Sanja B., ich wünsche Ihnen, dass Sie gute Kontakte finden, dass Sie Hilfe und Unterstützung bekommen, um sich in KL heimisch zu fühlen.“ So lautete einer der guten Wünsche, die Lautrer Bürgerinnen und Bürger der jungen Einzelhandelskauffrau via Postkarte mit auf den Weg gegeben haben. Sanja B. ist eine von insgesamt fünf in Kaiserslautern lebenden Flüchtlingen, die sich bereit erklärt hatten, sich von Fotograf Thomas Brenner für die Plakataktion „Willkommen in Kaiserslautern“ fotografieren zu lassen. Eine Woche lang waren die Plakate Ende März überall in der Stadt zu sehen, das erste Kontingent an zugehörigen Postkarten war danach an verschiedenen Stellen in der Stadt zu bekommen.
Mithilfe der bereits frankierten Postkarten („Porto zahlt Empfänger“) können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sich direkt mit den porträtierten Flüchtlingen in Verbindung setzen. Die Postkarten landen allerdings zunächst bei der Stabsstelle Asyl. Das erste Kontingent wurde nun an die Porträtierten zurückgegeben. „Insgesamt 32 Karten sind in den gut sieben Wochen seit Start der Aktion bei uns eingetroffen“, freut sich Alexander Pongracz, der die Karten zusammen mit Fotograf Thomas Brenner in der Unterkunft am Asternweg vorbeibrachte. Das Feedback sei uneingeschränkt positiv. „Alle 32 Karten enthalten ernst gemeinte und wirklich nett formulierte Wünsche“, so Pongracz. Sanja B., die ebenfalls vor Ort war, freute sich besonders über die Postkarten, die sie von Kindern bekommen hatte.
„Es ist schön zu sehen, dass die Kampagne bereits im ersten Schritt so gut angenommen wird“, so Brenner. „Wir haben nun 3000 weitere Karten drucken lassen, und eine neue Porträtserie mit Flüchtlingen ist in Planung.“ So richtig durchstarten soll die Postkartenaktion nämlich in den kommenden Wochen, wenn die zweite Phase der Kampagne „Willkommen in Kaiserslautern“ greift.
Für diese fotografiert Brenner derzeit allerlei Menschen aus der Stadt – darunter viele Prominente und Personen des öffentlichen Lebens –, die mit einem offenen Bekenntnis deutlich machen, dass sie Asylsuchende in Kaiserslautern willkommen heißen. Das jeweilige Statement wird dann mit dem Porträtfoto  wiederum auf Plakate gedruckt. „Die Resonanz ist enorm. Ich habe bereits 130 Personen im Kasten, die ersten 80 Plakate sollen nach Pfingsten fertig sein“, so Brenner. Jeder Teilnehmer bekomme neben zwei Plakaten mit seinem Porträt auch ein Kontingent der genannten Postkarten. „Die Karten werden dann in vielen Läden, Büros oder Arztpraxen erhältlich sein“, freut sich Pongracz.

Rheinpfalz-Serie „Flüchtlinge bei uns“

Hier finden Sie alle Artikel der Rheinpfalz-Serie „Flüchtlinge bei uns“, erschienen zwischen dem 25. April und 2. Mai 2015:

RP_150425_Artikel_Asyl_Stabstelle

RP_150427_Artikel_Asyl_Ehrenamtler

RP_150428_Artikel_Asyl_Reichenbach-Steegen

RP_150429_Artikel_Asyl_Bruchmühlbach-Miesau

RP_150430_Artikel_Asyl_Sprachkurse

RP_150502_Artikel_Asyl_Hochspeyer

 

Großes Interesse an Teilbürgerversammlung im Ortsbezirk Erzhütten/Wiesenthalerhof

OB Weichel informierte über Pläne zum Bürger-Büsing-Haus

Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel informierte am Mittwochabend im Protestantischen Gemeindehaus im Ortsbezirk Erzhütten/Wiesenthalerhof alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zur geplanten Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Diabetikerzentrum in der Hahnbrunner Straße („Rosel-Bürger-Büsing-Haus“). Voraussichtlich ab Anfang Juni sollen dort nach und nach bis zu 63 Flüchtlinge eine Unterkunft für die ersten Monate ihres Aufenthaltes in Kaiserslautern finden.
Weichel erläuterte in seinem Vortrag zunächst erneut das Betreuungskonzept der Stadt: „Wir verfolgen bei dieser humanitären Hilfe eine klare Betreuungs- und Integrationsstrategie: Neuankömmlinge werden zunächst in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht, um dort intensiv betreut werden zu können. Erst im zweiten Schritt erfolgt dann eine dezentrale Unterbringung als mittelfristig beste Lösung zur Integration.“
Das ehemalige Diabetikerzentrum sei als Erstaufnahmeeinrichtung perfekt geeignet, so Weichel. Es sei noch bis vor kurzem als Unterkunft für Kinder und Jugendliche genutzt worden und daher insbesondere als Bleibe für Familien denkbar. Auch der bauliche Arbeitsaufwand sei aufgrund der vorherigen Nutzung gering gewesen. Die Stadt hat das Gebäude bis zum 31. Dezember 2016 von der Eigentümerin angemietet. Danach soll es von der Bürgerhospitalstiftung gekauft werden. Zu dem Gelände gehören auch ein Sportplatz sowie eine kleine Turnhalle, die ebenfalls von den Flüchtlingen genutzt werden können.
Weichel gab zudem einen Einblick in die derzeitige Flüchtlingssituation in Kaiserslautern. So habe die Stadt bis Ende April 208 Zuweisungen bekommen. „Die Prognose für das Gesamtjahr liegt damit nach wie vor bei deutlich über 600 Personen“, so Weichel. Inzwischen hätten auch der Bund und das Land ihre Prognosen nach oben korrigiert. Die abweichenden Zahlen zwischen der Prognose des BAMF und der tatsächlichen Zuweisungszahlen hatten in der Vergangenheit immer wieder für Irritationen gesorgt. „Wir kalkulieren nach wie vor nur mit den Zahlen der Personen, die hier vor Ort ankommen!“, stellte Weichel die Bemessungsgrundlage der Stadt noch einmal dar. Als weitere Standorte für Gemeinschaftsunterkünfte nannte Weichel das ehemalige Dorint-Hotel für rund 330 Personen, das ehemalige Kreiswehrersatzamt für 86 Personen, die Villa Jaenisch für rund 20 Personen sowie das ehemalige Eulergelände in der Vogelwoogstraße für rund 120 Personen. Die bestehenden Unterkünfte am Asternweg und in der Goethestraße seien mit 228 beziehungsweise 96 Personen „voll ausgelastet“. Die Unterkunft in der Goethestraße stehe zudem nur bis 30. September 2015 zur Verfügung, so dass die Stadt nach wie vor auf alle sinnvollen Gebäudeoptionen, die sich ihr bieten, angewiesen sei.
Im Anschluss an den Vortrag folgte eine Gesprächsrunde mit den Bürgerinnen und Bürgern, an der sich auch die Vorsitzende des Netzwerks Migration Integration, Frau Gisela Fixemer-Reiland, der Leiter des ASZ, Willi Schattner, sowie der Ortsvorsteher des Ortsbezirkes Erzhütten/Wiesenthalerhof, Herr Thorsten Peermann, beteiligten. Das ASZ wird die Betreuung der Flüchtlinge vor Ort im Diabetikerzentrum übernehmen. Schattner erläuterte am Beispiel der vorhandenen Unterkünfte am Asternweg und in der Goethestraße das Konzept. Auch stellte er das Team vor, das die Betreuung im Bürger-Büsing-Haus übernehmen wird.
Die Fragen der Anwohner drehten sich insbesondere um die Betreuung der Menschen vor Ort sowie die Integration ins Leben im Ortsbezirk. Ortsvorsteher Peermann wies auf die tolle Hilfskultur hin, die sich im Ortsbezirk bereits gebildet habe: „Wir wollen alles tun, die Flüchtlinge hier zu begrüßen und willkommen zu heißen!“ Rund 100 Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung ins Protestantische Gemeindehaus gefolgt. Durch den Abend führte wie bereits bei den Bürgerversammlungen in der Fruchthalle und in der Hochschule Stadtjugendpfarrer Detlev Besier.

Mairede von OB Weichel zum Thema Flüchtlinge

Oberbürgermeister Dr. Klaus Weichel hat auf der DGB-Kundgebung im Stadtpark am 1. Mai seine traditionelle Mairede gehalten. Thema in diesem Jahr waren die Flüchtlingssituation und die damit einhergehenden gesellschaftlichen Verpflichtungen. Wer sich für die für die Rede interessiert, findet den Text hier zum Download:

OB_Weichel_Rede_Maifeiertag_2015