„Drei außergewöhnliche Tage voller Freude“

Werke des Inklusiven Kunstsymposiums seit heute im Rathausfoyer zu sehen

 

„Wunderbare Atmosphäre“, „eine fantastische Erfahrung“, „viele tolle Begegnungen“. Marianne Seyl, Barbara Meyer und Ehrentraud Weiß, die drei künstlerischen Leiterinnen des Inklusiven Kunstsymposiums, das vom 21. bis 23. Juli in der Villa Jaenisch stattfand, kommen aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Unter dem Motto „Alle Farben – Alle Sinne – Alle Menschen“ kamen im Haus der Begegnung des ASZ drei Tage lang 16 Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen, um gemeinsam zu malen. Darunter Migranten, Flüchtlinge oder Menschen mit Beeinträchtigung. Auch eine kleine Delegation der APEI (Gesellschaft der Eltern von Kindern mit Beeinträchtigung) aus der französischen Partnerstadt Saint Quentin war mit dabei. Das vom Arbeitskreis „Barrierefreie Stadt“ mit den Kooperationspartnern Zoar, ASZ und dem Atelier Zitronenblau des Ökumenischen Gemeinschaftswerkes angebotene Symposium fand im Rahmen der Reihe „Kunst auf Augenhöhe“ statt.

„Wir haben drei außergewöhnliche Tage voller Freude erlebt“, so die Bilanz von Initiator Werner Rech vom Arbeitskreis „Barrierefreie Stadt“. Es ist aber vielleicht ein Satz der Leiterin der Delegation aus Saint Quentin, Suzanne Masson, der die Wirkung des Symposiums auf die Teilnehmer am besten auf den Punkt bringt: „So wie hier habe ich unseren Romain noch nie erlebt.“ Der Junge, einer der Teilnehmer aus der Partnerstadt, sei eigentlich ein extrem introvertierter Mensch, beim Malen in der Villa sei er jedoch regelrecht aufgeblüht. In den drei Tagen sei eine wunderbare Mischung aus Menschen, Ideen, Kulturen und Sprachen entstanden, durch die alle Teilnehmer über sich hinausgewachsen seien.

„Es ist einzigartig, was hier zustande gebracht wurde“, so auch Gerhard Degen vom Referat Stadtentwicklung, der die Ausstellung der gesammelten Werke heute im Rathaus eröffnete. Er bedankte sich ganz herzlich bei allen Beteiligten für die gelungene Aktion und die Vernissage, bei der auch Professor Andreas Fröhlich einige Worte sprach. Umrahmt wurde die Eröffnung vom irischen Folkloreensemble „Assana“ der Emmerich-Smola-Musikschule unter Leitung von Walter Lelle sowie von den Westpfalz-Werkstätten Siegelbach.

Die im Laufe der Woche entstandenen Werke werden sind noch  bis zum 21. August im Oberen Rathausfoyer zu sehen. Barrierefreie Zugänge zur Ausstellung gibt es über das Bürgercenter und den Rathauseingang Maxstraße.

Großzügige Spende der Schülerinnen und Schüler der IGS Goetheschule

Es waren satte 1700 Euro, die die Schülerinnen und Schüler der IGS Goetheschule am Dienstag der vergangenen Woche an Richard Schady überreichten. Der Arbeitsplatz von Richard Schady liegt quasi direkt auf der anderen Straßenseite der Schule, wo er seitens des Arbeits- und sozialpädagogischen Zentrum rund 70 Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft in der Goethestraße betreut. Bereits Anfang des Jahres hatten die Vertrauenslehrer Birgit Seidl und Markus Splitt auf Bitten ihrer Schüler Kontakt zu Herrn Schady aufgenommen. Es entwickelte sich eine Nachbarschaftshilfe der besonderen Art.

„Die Schüler wollten wissen, womit man den Flüchtlingen am ehesten helfen könnte“, berichtet Seidl. „Als sie hörten, dass insbesondere Kleidung und Spielzeug fehlten, machten sie sich sofort an die Arbeit und organisierten eine Sammlung.“ Auch bei der großen Spendenaktion im real-Markt Anfang Juni waren Schülerinnen und Schüler der IGS Goetheschule beteiligt. Als Helfer an der Kasse warben sie gemeinsam mit Oberbürgermeister Weichel, dem ASZ und dem real-Team für Spenden, die der Einrichtung eines Spielzimmers in der Flüchtlingsunterkunft in der Hahnbrunner Straße zu gute kamen.

Die große Geldspende der vergangenen Woche ging nun jedoch wieder an die „Nachbarn“ in der Goethestraße. Es handelt sich dabei um den kompletten Erlös des Sommerfestes der Schule am 13. Juni. „Der Erlös war in diesem Jahr mehr als doppelt so hoch als sonst“, freut sich Birgit Seidl. Auch das sei dem großen Engagement der Schüler zu verdanken. „Unsere Achtklässler hatten im Vorfeld Firmen in ganz Deutschland angeschrieben und um Sachspenden für unsere Tombola gebeten. Da kamen einige tolle Dinge zusammen.“ Der tatkräftige Einsatz ihrer Schützlinge erfüllt Seidl mit Stolz. „Unsere Kinder haben unglaublich viel geleistet und sind das ganze Jahr über immer am Ball geblieben.“

Ein großes Lob und ein dickes Dankeschön bekommen die tatkräftigen Schülerinnen und Schüler auch von Oberbürgermeister Klaus Weichel: „Ich bin immer wieder sprachlos, mit wieviel Engagement sich die Menschen in unserer Stadt für Flüchtlinge einsetzen. Die Aktionen der Schülerinnen und Schüler der IGS Goetheschule sind herausragende Beispiele gelebter Willkommenskultur.“

Inklusives Kunstsymposium in der Villa Jaenisch

Vom 21. bis 23. Juli finden in der Villa Jaenisch, dem neu gegründeten Haus der Begegnung des ASZ, Menschen zusammen, um bei einem Inklusiven Kunstsymposium unter dem Titel „Alle Farben – Alle Sinne – Alle Menschen“ gemeinsam künstlerisch gestaltend zu wirken. Die Teilnehmer, darunter Migranten, Flüchtlinge oder Menschen mit Beeinträchtigung, werden sich beim künstlerischen Arbeiten näher kennenlernen und austauschen.

Das vom Arbeitskreis „Barrierefreie Stadt“ mit den Kooperationspartnern Zoar, ASZ und dem Atelier Zitronenblau des Ökumenischen Gemeinschaftswerkes angebotene Symposium findet im Rahmen der Reihe „Kunst auf Augenhöhe“ statt. Die künstlerische Leitung liegt in den Händen von Marianne Seyl, Barbara Meyer und Ehrentraud Weiß. Auch Gäste aus der französischen Partnerstadt Saint-Quentin beteiligen sich aktiv am Symposium und Rahmenprogramm. Zaungäste sind an allen drei Veranstaltungstagen in der Zeit zwischen 10.30 und 12.00 sowie 14.00 und 15.30 Uhr herzlich in der Villa Jaenisch willkommen.

Die im Laufe der Woche entstehenden Werke werden dann ab Freitag, 24. Juli, bis zum 21. August im Rathausfoyer zu sehen sein. Die Ausstellungseröffnung findet am 24. Juli um 11.00 Uhr im Oberen Foyerbereich statt. Die musikalische Begleitung der Vernissage übernimmt das irische Folkloreensemble „Assana“ der Emmerich-Smola-Musikschule unter Leitung von Walter Lelle. Prof. Dr. Andreas Fröhlich spricht die einführenden Worte. Auch ein künstlerischer Beitrag der Westpfalz-Werkstätten Siegelbach ist vorgesehen. Barrierefreie Zugänge zur Ausstellung gibt es über das Bürgercenter und den Rathauseingang Maxstraße.