Ein Begegnungsort für Flüchtlinge

Soziales Kaufhaus „fairness“ in der Beethovenstraße richtet Begegnungscafé für Flüchtlinge ein

Zum täglichen Kundenstamm des sozialen Kaufhaus „fairness“ in Kaiserslautern zählt mittlerweile auch verstärkt die Gruppe von Flüchtlingen und Asylbewerbern unterschiedlichster Herkunft. Ab dem 21. August will das fairness-Team jeden Freitag in den Räumlichkeiten des fairness Kaufhauses in Kaiserslautern von 11 bis 14 Uhr ein Flüchtlingscafé anbieten. Als Integrationsprojekt stellt es einen Treffpunkt sowohl für Einheimische als auch für Menschen mit Migrationshintergrund dar. Bei einem Kaffeeangebot können in geselliger Runde Erfahrungen und Probleme unterschiedlichster Art diskutiert und vor allem die neuen Sprachkenntnisse angewendet und vertieft werden. Organisiert und begleitet wird das Projekt von Herrn Petkunas, einem ehrenamtlichen Helfer mit Migrationshintergrund. Als Räumlichkeiten steht das Café-Eck in der Möbelabteilung zur Verfügung. Gegen Selbstkosten werden Kaffee, Tee und kalte Getränke angeboten, die gemeinnützige Organisation Foodsharing stellt kostenlos Backwaren zur Verfügung. Als zeitlicher Rahmen ist eine dauerhafte Institution angedacht, sofern das Angebot angenommen wird. Das MIFKJF, Beauftragter der Landesregierung für Migration und Integration fördert das Projekt im Rahmen einer Anschubfinanzierung. Ort des Flüchtlingscafés: fairness-Kaufhaus, Beethovenstraße 56, 67655 Kaiserslautern, Tel: 0631/624 893 58.


Pressekontakt:

Lebenswerk eG
Herr Joachim Geimer
Tel: 0631 624 893 58
E-Mail: joachim.geimer@lebenswerk-eg.de

Tolles Miteinander der Kulturen beim Fest der Begegnung

Das erste „Fest der Begegnung“ im Bürger-Büsing-Heim in der Hahnbrunner Straße war ein voller Erfolg. Der neu gegründete Arbeitskreis „Schutz-Hütte“, das Arbeits- und Sozialpädagogische Zentrum, der Heimatverein Erzhütten-Wiesenthalerhof sowie die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft hatten am Samstag, dem 15. August, alle interessieren Bürgerinnen und Bürger eingeladen.
„Im Mittelpunkt stand die Begegnung und das Kennenlernen unter Nachbarn, wozu das Fest einen großen Beitrag geleistet hat“, so Ortsvorsteher Torsten Peermann. „Und für das leibliche Wohl war dabei natürlich ebenfalls bestens gesorgt.“ Das Besondere: Die Flüchtlinge beteiligten sich mit vielen landestypischen Speisen, die auf großes Interesse bei den Besucherinnen und Besuchern stießen. Kuchen und Salatspenden der Mitglieder des Arbeitskreises Schutz-Hütte rundeten das breite kulinarische Angebot ab.
Peermann bedankte sich bei den vielen Helferinnen und Helfern sowie bei ASK, SWK, WVE GmbH und einer Hütterer Bürgerin, die das Fest finanziell unterstützt hatten. Ein spezieller Dank ging an die IKEA-Niederlassung in Kaiserslautern, die Dekomaterial und Strandstühle zur Verfügung gestellt hatte.
Viel zu bieten hatte das Fest der Begegnung vor allem für Kinder und Jugendliche. „Auf Pedalos und Stelzen konnten die zahlreichen Kinder aus dem Bürger-Büsing-Heim und der Nachbarschaft ihre Geschicklichkeit erproben.“, so Peermann. Aktionen wie Kinderschminken, gemeinsames Singen und Basteln gehörten ebenso dazu. Junge Mitglieder vom Leo-Club Kaiserslautern hatten sich zudem spontan entschlossen, Volleyball und Boule anzubieten. Ein Angebot, das auch viele Erwachsene gerne nutzten.

 

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Viele Besucher nutztenn auch Gelegenheit, die Räume des „Bürger-Büsing-Hauses“ in Augenschein zu nehmen, um sich so persönlich einen Eindruck vom Leben ihrer neuen Nachbarn machen zu können. „Besonders erfreulich ist, dass zwei Besucher sich zur Übernahme von Patenschaften für Bewohner entschlossen haben“, so Peermann, der sichtlich stolz ist auf die „tolle Willkommenskultur“ im Ortsbezirk Erzhütten/Wiesenthalerhof. „Es haben sich unglaublich schnell Ehrenamtliche gefunden, die hier in Ihrer Freizeit mithelfen“, freut sich der Ortsvorsteher. So werde dreimal in der Woche ein „Deutschkurs“ angeboten, der von den „neuen Hütterern“ sehr gut angenommen werde.  Auch regelmäßige  gemeinsame Einkaufsfahrten stehen auf dem Programm.
Die Unterkunft in der Hahnbrunner Straße ist seit Juni 2015 unter Leitung des Arbeits- und sozialpädagogisches Zentrum in Nutzung. Momentan leben dort 60 Personen, davon 20 Kinder aus Syrien, Iran, Libanon, Eritrea, Georgien, Mazedonien und weiteren Ländern.