Informationsveranstaltung „Chancen für Beschäftigung“ in der Fruchthalle

Die Stadt Kaiserslautern, der Landkreis Kaiserslautern und die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens machen sich gemeinsam für die Beschäftigung von Migrantinnen und Migranten stark. In Kooperation mit den Arbeitgebern der Region wollen die drei Partner alle vorhandenen Kräfte bündeln, um Migrantinnen und Migranten eine realistische Chance zu bieten, einen Arbeitsplatz zu bekommen und ihr Fachwissen hiermit in den hiesigen Arbeitsmarkt einbringen zu können.

Für Arbeitgeber, die Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigen möchten, ergeben sich allerdings oft organisatorische Fragen. Aus diesem Grund werden Stadt, Landkreis und Agentur für Arbeit am 02. Juni 2017 von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr in der Fruchthalle einen umfassenden Informationsabend anbieten, zu dem bereits weit über 1.000 Arbeitgeber aus Stadt und Landkreis eingeladen wurden.

Unter dem Titel „Chancen für Beschäftigung“ stehen den Arbeitgebern an dem Abend viele wichtige Ansprechpartner – seien es die beiden Ausländerbehörden, die Agentur für Arbeit und die Jobcenter oder die Kammern – zur Verfügung. Zu Beginn werden Oberbürgermeister Klaus Weichel, der Sozialdezernent des Landkreises, Peter Schmidt, und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens, Peter Weißler, im Rahmen einer Podiumsdiskussion in die Thematik einführen.

„Wir nehmen den Zustrom von Flüchtlingen in den vergangenen drei Jahren als große Chance wahr und haben ihn daher auch gerne zum Anlass genommen, unser Integrationskonzept zu überarbeiten“, so Oberbürgermeister Klaus Weichel, „wobei der Fokus ausdrücklich nicht nur auf den Flüchtlingen, sondern ganz klar auf allen Migrantinnen und Migranten liegt“. Das vorhandene Integrationskonzept der Stadt basiere auf den Verhältnissen von 2012, eine Anpassung an die aktuellen Herausforderungen sei, so Weichel, dringend erforderlich. Dies sei das Ziel des Pilotprojektes „Integration findet Stadt – Im Dialog zum Erfolg“, das als bundesweites Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik ausgewählt wurde. „Der Stadtrat hat am Montag mit dem ‚Bündnis für Integration‘ den vielleicht wesentlichen Baustein dieses Projektes auf den Weg gebracht, und es freut mich sehr, dass wir das Bündnis nun mit unserer Veranstaltung in der Fruchthalle direkt konkretisieren können, gemeinsam mit dem Landkreis und gemeinsam mit der Agentur für Arbeit“, so Weichel.

„Die Unterbringung und Betreuung von Menschen mit Fluchthintergrund stand in den vergangenen Monaten im Vordergrund. Daran schließt sich jetzt die große Aufgabe der Integration in unsere Gesellschaft an. Dies ist kein zeitlich begrenzter, sondern ein dauerhafter Prozess, der alle Generationen und alle Beteiligten gleichermaßen betrifft“, betont Peter Schmidt.

„Neben den bereits jetzt vorhandenen Fachkräftebedarfen in verschiedenen Branchen sehen wir eine weitere Herausforderung auf uns zukommen. In den kommenden zehn Jahren werden altersbedingt rund 16.000 Frauen und Männer in Stadt und Landkreis aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Damit entstehen weitere Fachkräftebedarfe in allen Wirtschaftszweigen und hier gilt es, alle Kräfte zu bündeln. Eine Chance sehen wir in den zugewanderten Menschen. Schritt für Schritt wollen wir das für die Aufnahme einer Beschäftigung erforderliche Sprachniveau erreichen. Die für die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erforderlichen Qualifizierungen werden von der Agentur für Arbeit und den Jobcentern angegangen. Den Unternehmen, die einem Flüchtling eine Chance bieten möchten, steht der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit in allen Fragen rund um Arbeit, Beruf und Beschäftigung als Ansprechpartner zur Seite“, so Peter Weißler, Leiter der Agentur für Arbeit.

 

 

Machen sich gemeinsam für Integration stark: Peter Weißler, Klaus Weichel und Peter Schmidt. © Stadt Kaiserslautern

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Stadtrat beschließt Bündnis für Integration

Initiative will Kräfte der Integrationsarbeit bündeln

Der Rat der Stadt Kaiserslautern hat sich am Montag einstimmig für ein „Bündnis für Integration“ ausgesprochen. Das vom städtischen Projektbüro für Integration und Interkulturelle Angelegenheiten (ehemals Stabsstelle Asyl) empfohlene Bündnis soll die institutionellen und politischen Kräfte in Kaiserslautern bündeln und so der kommunalen Integrationsarbeit Intensität und öffentliche Aufmerksamkeit verleihen.
Die Initiative ergänzt das bestehende und fortzuschreibende Integrationskonzept der Stadt, in Verbindung zu dem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderten Pilotprojekt „Integration findet Stadt“. Sowohl das Bündnis als auch das Integrationskonzept orientieren sich an dem Leitbild „Vielfalt als Chance“ der Stadt und fügen sich so in die vorhandenen organisatorischen Strukturen ein.
Dem Zusammenschluss des Stadtrats sollen zivilgesellschaftliche Akteure, Wirtschaft, Vereine, Verbände, soziale Einrichtungen, Hochschule und Technische Universität, Bildungs- und Qualifizierungsträger, Kirchen und bürgerschaftlich Engagierte folgen, und so ein starkes, stadtgesellschaftlich geschlossenes Bekenntnis zu einer Willkommens- und Aufnahmebereitschaft bilden.
Ein erster Schwerpunkt des Bündnisses werde, wie der Leiter des Projektbüros, Alexander Pongracz, mitteilte, in der Schaffung und Weiterreichung von Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Neuzugewanderte liegen. Dazu sei im Juni eine gemeinsam mit dem Landkreis und der Agentur für Arbeit organisierte Informationsveranstaltung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Fruchthalle geplant.
Vor der nächsten Stadtratssitzung am 26. Juni soll die Deklaration zum „Bündnis für Integration“ von den Fraktionsvorsitzenden feierlich unterzeichnet werden.