Ein besonderer Ort zum Lernen

Kinder aus Deutsch-Intensivkursen lernen im Museum Pfalzgalerie Farben und Formen

„Ich heiße Ahmad und ich habe die Farbe Grün“ – „Ich heiße Fatima und ich habe Hellblau“. Rund 15 Kinder im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren sitzen im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) im Kreis auf dem Boden und schauen sich neugierig gegenseitig in ihre farbigen Karten. Dann geht es um Formen. Was ist ein Kreis, was ein Viereck? Und wie heißt das noch mal auf Deutsch?
Die Kinder sind Schülerinnen und Schüler des Sprach-Intensivkurses der Kurpfalz-Realschule Plus Kaiserslautern und zusammen mit den Museumspädagoginnen Andrea Löschnig und Sandra Noß nähern sie sich der Welt der Farben und Formen. „Sprache im Museum“ heißt das Angebot, das die städtische Bildungskoordinatorin Sabine Michels gemeinsam mit dem mpk organisierte. „Ziel ist es, migrierten Kindern, die gerade in den Schulen Deutsch-Intensivunterricht erhalten, im dafür prädestinierten Raum des Museums das Vokabular der Farben und Formen nahezubringen“, erklärt Michels den Hintergrund der Veranstaltung.
Für die Pfalzgalerie als Veranstaltungsort hat man sich dabei ganz bewusst entschieden: „Für viele der Kinder ist es das erste Mal überhaupt in ihrem Leben, dass sie ein Museum betreten“ so Michels. Entsprechend wolle man den Kindern nicht nur Sprachgefühl vermitteln, sondern auch ein Gefühl für den Kulturraum Museum. Entsprechend neugierig sind die Blicke, spätestens dann, wenn es darum geht, anhand ausgewählter Exponate des Museums das neugelernte Vokabular anzuwenden.
Das seit Anfang des Schuljahres laufende Angebot ist eines von mehreren Projekten, das möglich wurde durch die großzügige Spende der Kaiserslauterer Partnerstadt Bunkyo-Ku, die deren Bürgermeister Hironobu Narisawa anlässlich seines Besuchs im Mai dieses Jahres in Kaiserslautern seinem Amtskollegen Oberbürgermeister Klaus Weichel überreichte. Kaiserslauterer Schulen, die über entsprechende Sprachkurse verfügen, können sich bei Interesse gerne bei der Bildungskoordinatorin melden.

Kontakt:
sabine.michels@kaiserslautern.de

Fragen und Antworten rund ums Thema Integration

Rund 50 Teilnehmer bei Bürgerforum in der Stadtmission

Wie wollen wir in Kaiserslautern zusammenleben? Diese Frage diskutierten am Donnerstagabend in der Stadtmission rund 50 Bürgerinnen und Bürger bei einem Bürgerforum, zu dem die Stadtverwaltung, der Lehrstuhl Stadtsoziologie der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern sowie die FIRU mbH im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts „Integration findet Stadt“ eingeladen hatten. Das Projekt war im vergangenen September vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unter zahlreichen Bewerbungen als eines von zehn Pilotprojekten der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes ausgewählt worden. Die Veranstaltung bildete nun, nach Abschluss der maßgeblichen Vorarbeiten, den Auftakt zu einem möglichst breit angelegten stadtgesellschaftlichen Diskurs mit einer mehrere Ebenen umfassenden Beteiligungsreihe.

„Wir wollen mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern diskutieren und den verschiedenen Akteuren die Möglichkeit bieten, Anregungen und Ideen aus ihrem Wirkungsbereich einzubringen“, erklärte Oberbürgermeister Weichel, der die Veranstaltung eröffnete. Es sei Ehre und Verpflichtung zu gleich, als eine von nur zehn Städten in Deutschland als Pilotstadt ausgewählt worden zu sein. „Es ist aber auch Bestätigung dafür, dass unsere Ideen Anklang gefunden haben“, so der OB. Bürgerinnen und Bürger mit ins Boot zu nehmen, sei das wahrscheinlich wichtigste Element, damit Integration in Kaiserslautern gut gelingen könne.

Angesichts der globalen und europäischen Entwicklung hin zur Ausbreitung des Rechtspopulismus gab der OB ein klares Plädoyer für den offenen Dialog ab. Zwar verlange es Zeit und Mühe, sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen einzusetzen. Im Kampf für Mitmenschlichkeit, Fairness, Chancen und Gerechtigkeit sei es aber umso wichtiger, auch hier vor Ort in Kaiserslautern die Kommunikation im Kleinen wie im Großen zu suchen.

Nach einer Einführung in das Projekt durch Anika Rothfuchs-Buhles (FIRU) hatten die Teilnehmer sodann Gelegenheit, an verschiedenen Mitmach-Stationen Fragen rund ums Thema Integration zu beantworten und persönliche Einschätzungen abzugeben. So konnte man etwa auf einer Karte der Stadt „gute“ und „schlechte“ Bereiche markieren, die sich als Treffpunkt eignen. An einer anderen Station sollte man etwa den Satz „Mir fehlt für das Zusammenleben in Kaiserslautern…“ vervollständigen. Die Antworten reichten von etwa „Schaffung neuer Begegnungsstätten“ bis hin zu „Unterstützung von Geflüchteten beim Vermitteln von kulturellen Kenntnissen“.

Die von den Bürgerinnen und Bürgern eingebrachten Anregungen und Ideen werden nun ausgewertet und die bisher gewonnenen Erkenntnisse ergänzen. Ziel des Projektes ist es letztlich, die Integrationsbedarfe in Kaiserslautern und den einzelnen Stadtteilen genau zu erfassen, um so das Zusammenleben in Kaiserslautern zielgenau zu stärken.

 

 

Bildcredit: Stadt Kaiserslautern

Gemeinsam über Integration diskutieren

OB lädt zum Bürgerforum am 19. Oktober in der Stadtmission

Das vom Bund geförderte Projekt „Integration findet Stadt – Im Dialog zum Erfolg!“ ist erfolgreich angelaufen. Das Projekt, das die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Lehrgebiet Stadtsoziologie der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern und der FIRU mbH durchführt, war im September 2016 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit unter zahlreichen Bewerbungen als eines von zehn Pilotprojekten der Nationalen Stadtentwicklungspolitik des Bundes ausgewählt worden. Ziel ist, die Integrationsbedarfe in Kaiserslautern und den einzelnen Stadtteilen mit wissenschaftlichen Methoden genau zu erfassen, um so das Zusammenleben in Kaiserslautern zielgenau zu stärken. Hierzu sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die im Dialogprozess gemeinsam mit den Bürgern entwickelt und ausgewählt werden.

„Die maßgeblichen Vorarbeiten sind geschafft und nun wollen wir in den breiten Dialog mit der Stadtgesellschaft treten“, so Oberbürgermeister Klaus Weichel. Gemeinsam wolle man diskutieren, ob und wie die Integration und das Zusammenleben in Kaiserslautern funktionieren, was verbessert werden kann und wo konkrete Bedarfe bestehen. Der breite Dialogprozess starte nun mit einem ersten großen Bürgerforum unter dem Motto „Wie wollen wir in Kaiserslautern zusammenleben?“. „Diese Frage wollen wir mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern diskutieren und den verschiedenen Akteuren die Möglichkeit bieten, Anregungen und Ideen aus ihrem Wirkungsbereich einzubringen und die bisher gewonnenen Erkenntnisse zu ergänzen“, erklärt das Stadtoberhaupt.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind daher herzlich zu einem Bürgerforum am 19. Oktober 2017, 17 Uhr, in der Stadtmission Kaiserslautern (Brüderstraße 1) eingeladen. Dabei werden das Projekt und erste Projektergebnisse vorgestellt. Anschließend soll in lockerer Atmosphäre über das Zusammenleben in Kaiserslautern diskutiert werden. „Ihre Meinungen und Vorstellungen sowie Ihre Anregungen und Impulse sind uns wichtig und helfen mit, das Zusammenleben in Kaiserslautern zu verbessern und zu stärken“, so der OB. „Ich freue mich auf rege Teilnahme!“

Um die Veranstaltung besser planen zu können, wird um Voranmeldung gebeten, per E-Mail an integrationfindetstadt@firu-mbh.de.

 

 

 

Ehrenamtliche lernen Begleitung von Analphabeten

Am vergangenen Samstag Workshop im Mehrgenerationenhaus

Ein Workshop der besonderen Art ging am Samstag, 26. August 2017, im Mehrgenerationenhaus der Caritas über die Bühne: Initiiert und organisiert von der Bildungskoordination, dem Projektbüro Integration und Interkulturelle Angelegenheiten der Stadtverwaltung Kaiserslautern und dem Caritas-Zentrum trainierte Referentin Ilka Hofmann Ehrenamtliche für die Begleitung von Analphabeten beim Erwerb von Lauten und Schrift der deutschen Sprache. Dabei vermittelte sie methodisches Vorgehen in der Alphabetisierung, stellte Arbeitsmaterial vor und leitete die Teilnehmer an, sich eigene Materialien zu erarbeiten, wies aber auch die Grenzen der ehrenamtlichen Begleitung auf.

Primär im Fokus waren Menschen als Lernende, die zum Erwerb der deutschen Sprache zunächst eine Alphabetisierung durchlaufen müssen. Dabei unterscheidet man zwischen primären Analphabeten, die im Heimatland keine Schule besuchen konnten und keine schriftsprachlichen Kompetenzen haben, und funktionalen Analphabeten, die die Schrift ihrer Muttersprache nicht ausreichend gelernt haben und bei denen Probleme beim Lesen und Schreiben bestehen. Eine dritte Gruppe sind Lernende, die in einem nicht-lateinischen Schriftsystem alphabetisiert sind und so genannte Zweitschriftlerner sind. Die professionellen Kurse zur Alphabetisierung werden von verschiedenen Bildungsträgern in der Stadt angeboten, doch kann der Prozess maßgeblich durch ehrenamtliche Unterstützung gefördert werden.

Das Interesse am Workshop war groß, so dass nur wenige Tage nach der Ausschreibung des Kurses die Teilnehmerliste bereits voll war. „Manche der Teilnehmenden sind auf das Thema der Alphabetisierung gestoßen, weil sie bereits als Paten geflüchtete Menschen betreuen und dabei deren Bedarf des Schrifterwerbs erkannt haben. Andere haben auch im Ehrenamt schon Sprachkurse für Deutsch angeboten und sind nun neugierig auf diesen weiteren Baustein“, so Ulrike Ebert-Wenski, beim Caritas-Zentrum Kaiserslautern zuständig für das Projekt BIK (Betreuung, Information und Kontaktstelle für Flüchtlinge und Ehrenamtliche).

Auch Andreas Philipp Breier, Leiter einer Gemeinschaftsunterkunft, ist angetan von dem Angebot. „Einige unserer Schützlinge sind gerade dabei, sich erstmals mit einem Schriftsystem zu befassen. Deshalb ist dieser Workshop auch für mich als Sozialbetreuer sehr interessant, um die Menschen bei uns im Haus hierbei unterstützen zu können.“ Die ehrenamtlich Engagierten profitierten von dem Angebot, da sie durch den Unterricht „sicherer im Helfen“ wurden, „Methoden kennengelernt“ und nun ein „Konzept in petto“ haben, „Materialien gezielt anwenden“ und die Menschen besser „dort abholen können, wo sie stehen“ – so die Resonanz aus den Reihen der Teilnehmer am Ende des Seminars.

 

Bilder: Caritas

Tolle Unterstützung für P90

„Ihr Engagement ist sehr hilfreich“: Mit diesen Worten bedankte sich Andreas Breier, Hausleiter des Hauses P90, eines Wohnheims für anerkannte Flüchtlinge in Kaiserslautern, bei Vertretern der Firmen IKEA Kaiserslautern und Hager Waldfischbach-Burgalben. Beide hatten mit Sach- oder Geldspenden zur Ausstattung des Gebäudes beigetragen. Vor allem die gemeinschaftlich genutzten Räume konnten durch die Spenden mit Sitzmöbeln und Spielgeräten ausgestattet werden. Für die kleinen Bewohner entstand eine Spielecke. Breier bedankte sich auch bei Doris Preuninger vom Ökologieprogramm der Stadt Kaiserslautern, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Parkfläche in einen Freisitz für große und kleine Bewohner umgestalteten.

Im ehemaligen Möbelhaus Kober leben zur Zeit 55 Personen, 40 Syrer, elf Eritreer, drei Somalier, ein Staatenloser in 36 Appartements, darunter sind neun Familien.

 

Foto: Ökumenisches Gemeinschaftswerk Pfalz GmbH

 

Fragen und Antworten rund ums Thema Bundestagswahl

Infoveranstaltung für Menschen mit Migrationshintergrund

 

Am Sonntag, 24. September 2017, findet die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt – deren Ablauf für die meisten Einheimischen eine gewohnte Selbstverständlichkeit darstellt. Für Menschen, die noch nicht lange in Deutschland leben, stellen sich im Zusammenhang mit dem deutschen Wahlsystem jedoch viele organisatorische Fragen.

Aus diesem Grund bietet die Leiterin der städtischen Wahldienststelle, Stephanie Müller, auf Initiative des Beirats für Migration und Integration sowie des städtischen Integrationsbeauftragten Gerhard Degen, eine spezielle Informationsveranstaltung für diese Zielgruppe an. Sie findet am Samstag, dem 2. September, von 11 bis 12 Uhr, im großen Ratssaal des Rathauses statt. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Neue Broschüre rund ums Thema Schule erschienen

Basierend  auf einer Vorlage der Stadt Worms hat das Projektbüro für Integration eine neue Broschüre aufgelegt, die Menschen mit Migrationshintergrund in leicht verständlicher Sprache Tipps und Regeln rund um das deutsche Schulsystem näher bringt. Sie wird in den kommenden Tagen in den Schulen und den entsprechenden Anlaufstellen  verteilt. Wer will, kann sie sich hier auch in digitaler Form herunterladen:

Regeln_für_den_Schulbesuch

Realisiert werden konnte der zwölf Seiten starke und bunt bebilderte Flyer dank der Unterstützung durch das Arbeits- und sozialpädagogische Zentrum sowie der Globusfiliale in der Merkurstraße, die den Erlös aus dem Tortenverkauf mit Oberbürgermeister Klaus Weichel zur Verfügung stellte. Anlässlich des neunten Marktjubiläums vor wenigen Wochen stellte Globus in der Ladenpassage 30 Bleche mit Buttercremetorte bereit, die von  OB Weichel und Globus-Geschäftsleiter Christian Schmitt persönlich an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht wurden.

Bündnis für Integration: Deklaration im Rathausfoyer aufgehängt

Die am 15. Mai 2017 vom Stadtrat beschlossene Deklaration zum „Bündnis für Integration“ wurde nun im Foyer des Rathauses aufgehängt.
Auf der Tafel findet sich der wortgetreue Deklarationstext, der aus allgemeinen Informationen und Beweggründen für das Bündnis sowie den Leitlinien besteht. Die Vorsitzenden der sechs Ratsfraktionen, Andreas Rahm (SPD), Walfried Weber (CDU), Gilda Klein-Kocksch und Tobias Wiesemann (Grüne), Elke Theisinger-Hinkel (Linke), Gabriele Wollenweber (FWG) und Werner Kuhn (FDP), haben die Tafel mit der Deklaration vor der Ratssitzung am 26. Juni 2017 unterschrieben.
Interessierte finden die Deklaration mitsamt Hintergrundinformationen hier.

Informationsveranstaltung „Chancen für Beschäftigung“ in der Fruchthalle

Die Stadt Kaiserslautern, der Landkreis Kaiserslautern und die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens machen sich gemeinsam für die Beschäftigung von Migrantinnen und Migranten stark. In Kooperation mit den Arbeitgebern der Region wollen die drei Partner alle vorhandenen Kräfte bündeln, um Migrantinnen und Migranten eine realistische Chance zu bieten, einen Arbeitsplatz zu bekommen und ihr Fachwissen hiermit in den hiesigen Arbeitsmarkt einbringen zu können.

Für Arbeitgeber, die Menschen mit Migrationshintergrund beschäftigen möchten, ergeben sich allerdings oft organisatorische Fragen. Aus diesem Grund werden Stadt, Landkreis und Agentur für Arbeit am 02. Juni 2017 von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr in der Fruchthalle einen umfassenden Informationsabend anbieten, zu dem bereits weit über 1.000 Arbeitgeber aus Stadt und Landkreis eingeladen wurden.

Unter dem Titel „Chancen für Beschäftigung“ stehen den Arbeitgebern an dem Abend viele wichtige Ansprechpartner – seien es die beiden Ausländerbehörden, die Agentur für Arbeit und die Jobcenter oder die Kammern – zur Verfügung. Zu Beginn werden Oberbürgermeister Klaus Weichel, der Sozialdezernent des Landkreises, Peter Schmidt, und der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens, Peter Weißler, im Rahmen einer Podiumsdiskussion in die Thematik einführen.

„Wir nehmen den Zustrom von Flüchtlingen in den vergangenen drei Jahren als große Chance wahr und haben ihn daher auch gerne zum Anlass genommen, unser Integrationskonzept zu überarbeiten“, so Oberbürgermeister Klaus Weichel, „wobei der Fokus ausdrücklich nicht nur auf den Flüchtlingen, sondern ganz klar auf allen Migrantinnen und Migranten liegt“. Das vorhandene Integrationskonzept der Stadt basiere auf den Verhältnissen von 2012, eine Anpassung an die aktuellen Herausforderungen sei, so Weichel, dringend erforderlich. Dies sei das Ziel des Pilotprojektes „Integration findet Stadt – Im Dialog zum Erfolg“, das als bundesweites Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik ausgewählt wurde. „Der Stadtrat hat am Montag mit dem ‚Bündnis für Integration‘ den vielleicht wesentlichen Baustein dieses Projektes auf den Weg gebracht, und es freut mich sehr, dass wir das Bündnis nun mit unserer Veranstaltung in der Fruchthalle direkt konkretisieren können, gemeinsam mit dem Landkreis und gemeinsam mit der Agentur für Arbeit“, so Weichel.

„Die Unterbringung und Betreuung von Menschen mit Fluchthintergrund stand in den vergangenen Monaten im Vordergrund. Daran schließt sich jetzt die große Aufgabe der Integration in unsere Gesellschaft an. Dies ist kein zeitlich begrenzter, sondern ein dauerhafter Prozess, der alle Generationen und alle Beteiligten gleichermaßen betrifft“, betont Peter Schmidt.

„Neben den bereits jetzt vorhandenen Fachkräftebedarfen in verschiedenen Branchen sehen wir eine weitere Herausforderung auf uns zukommen. In den kommenden zehn Jahren werden altersbedingt rund 16.000 Frauen und Männer in Stadt und Landkreis aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Damit entstehen weitere Fachkräftebedarfe in allen Wirtschaftszweigen und hier gilt es, alle Kräfte zu bündeln. Eine Chance sehen wir in den zugewanderten Menschen. Schritt für Schritt wollen wir das für die Aufnahme einer Beschäftigung erforderliche Sprachniveau erreichen. Die für die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erforderlichen Qualifizierungen werden von der Agentur für Arbeit und den Jobcentern angegangen. Den Unternehmen, die einem Flüchtling eine Chance bieten möchten, steht der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit in allen Fragen rund um Arbeit, Beruf und Beschäftigung als Ansprechpartner zur Seite“, so Peter Weißler, Leiter der Agentur für Arbeit.

 

 

Machen sich gemeinsam für Integration stark: Peter Weißler, Klaus Weichel und Peter Schmidt. © Stadt Kaiserslautern

Chancen_für_Beschäftigung_Flyer

Stadtrat beschließt Bündnis für Integration

Initiative will Kräfte der Integrationsarbeit bündeln

Der Rat der Stadt Kaiserslautern hat sich am Montag einstimmig für ein „Bündnis für Integration“ ausgesprochen. Das vom städtischen Projektbüro für Integration und Interkulturelle Angelegenheiten (ehemals Stabsstelle Asyl) empfohlene Bündnis soll die institutionellen und politischen Kräfte in Kaiserslautern bündeln und so der kommunalen Integrationsarbeit Intensität und öffentliche Aufmerksamkeit verleihen.
Die Initiative ergänzt das bestehende und fortzuschreibende Integrationskonzept der Stadt, in Verbindung zu dem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderten Pilotprojekt „Integration findet Stadt“. Sowohl das Bündnis als auch das Integrationskonzept orientieren sich an dem Leitbild „Vielfalt als Chance“ der Stadt und fügen sich so in die vorhandenen organisatorischen Strukturen ein.
Dem Zusammenschluss des Stadtrats sollen zivilgesellschaftliche Akteure, Wirtschaft, Vereine, Verbände, soziale Einrichtungen, Hochschule und Technische Universität, Bildungs- und Qualifizierungsträger, Kirchen und bürgerschaftlich Engagierte folgen, und so ein starkes, stadtgesellschaftlich geschlossenes Bekenntnis zu einer Willkommens- und Aufnahmebereitschaft bilden.
Ein erster Schwerpunkt des Bündnisses werde, wie der Leiter des Projektbüros, Alexander Pongracz, mitteilte, in der Schaffung und Weiterreichung von Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Neuzugewanderte liegen. Dazu sei im Juni eine gemeinsam mit dem Landkreis und der Agentur für Arbeit organisierte Informationsveranstaltung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Fruchthalle geplant.
Vor der nächsten Stadtratssitzung am 26. Juni soll die Deklaration zum „Bündnis für Integration“ von den Fraktionsvorsitzenden feierlich unterzeichnet werden.