Beiträge

Großzügige Spende der Schülerinnen und Schüler der IGS Goetheschule

Es waren satte 1700 Euro, die die Schülerinnen und Schüler der IGS Goetheschule am Dienstag der vergangenen Woche an Richard Schady überreichten. Der Arbeitsplatz von Richard Schady liegt quasi direkt auf der anderen Straßenseite der Schule, wo er seitens des Arbeits- und sozialpädagogischen Zentrum rund 70 Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft in der Goethestraße betreut. Bereits Anfang des Jahres hatten die Vertrauenslehrer Birgit Seidl und Markus Splitt auf Bitten ihrer Schüler Kontakt zu Herrn Schady aufgenommen. Es entwickelte sich eine Nachbarschaftshilfe der besonderen Art.

„Die Schüler wollten wissen, womit man den Flüchtlingen am ehesten helfen könnte“, berichtet Seidl. „Als sie hörten, dass insbesondere Kleidung und Spielzeug fehlten, machten sie sich sofort an die Arbeit und organisierten eine Sammlung.“ Auch bei der großen Spendenaktion im real-Markt Anfang Juni waren Schülerinnen und Schüler der IGS Goetheschule beteiligt. Als Helfer an der Kasse warben sie gemeinsam mit Oberbürgermeister Weichel, dem ASZ und dem real-Team für Spenden, die der Einrichtung eines Spielzimmers in der Flüchtlingsunterkunft in der Hahnbrunner Straße zu gute kamen.

Die große Geldspende der vergangenen Woche ging nun jedoch wieder an die „Nachbarn“ in der Goethestraße. Es handelt sich dabei um den kompletten Erlös des Sommerfestes der Schule am 13. Juni. „Der Erlös war in diesem Jahr mehr als doppelt so hoch als sonst“, freut sich Birgit Seidl. Auch das sei dem großen Engagement der Schüler zu verdanken. „Unsere Achtklässler hatten im Vorfeld Firmen in ganz Deutschland angeschrieben und um Sachspenden für unsere Tombola gebeten. Da kamen einige tolle Dinge zusammen.“ Der tatkräftige Einsatz ihrer Schützlinge erfüllt Seidl mit Stolz. „Unsere Kinder haben unglaublich viel geleistet und sind das ganze Jahr über immer am Ball geblieben.“

Ein großes Lob und ein dickes Dankeschön bekommen die tatkräftigen Schülerinnen und Schüler auch von Oberbürgermeister Klaus Weichel: „Ich bin immer wieder sprachlos, mit wieviel Engagement sich die Menschen in unserer Stadt für Flüchtlinge einsetzen. Die Aktionen der Schülerinnen und Schüler der IGS Goetheschule sind herausragende Beispiele gelebter Willkommenskultur.“